Buchweizen-Sauerteig selbermachen – glutenfrei

Sauerteig glutenfrei

Glutenfrei backen ist tatsächlich eine Herausforderung, insbesondere beim Brot. Nun habe ich es endlich geschafft und mir selbst einen Sauerteig gezüchtet, der direkt funktioniert hat. Und es war wirklich einfach!

Sicherlich gibt es andere Rezepte nach dem Lehrbuch, ich habe einfach ein wenig herumexperimentiert und den teig auch ziemlich abgepämpert. Ihr werdet gleich sehen, wieso… Denn eigentlich verwendet man für Sauerteig nur Wasser und Mehl, um die Milchsäuren und Hefen zum Brodeln zu bringen.

Ich habe bei meinem ersten Ansatz 100g Buchweizenmehl (meines war frisch gemahlen) und 1 TL Reissirup verwendet und das ganze mit etwa 200ml lauwarmem Wasser verrührt. Ihr könnt das Ganze natürlich auch mit einem anderen glutenfreien Mehl machen und den Reissirup weglassen. Achtet nur darauf, dass je nach Mehl auch die Flüssigkeit variiert. Es sollte eine recht zähflüssige Konsistenz entstehen. Vergleichbar mit Rahmspinat, nur ohne grüne Farbe natürlich. 😉

Das ganze habe ich an einen warmen Ort gestellt und gut abgedeckt. Nach 24 Stunden habe ich mal geschaut und es war schon einiges passiert. Ich glaube tatsächlich, das lag nicht nur an der Temperatur, sondern auch ein bisserl am edlen Futter. Ich habe dann nochmal aufgestockt und nochmal 100g Buchweizenmehl plus Flüssigkeit ergänzt. Ordentlich verrührt und wieder weggepackt.

Am dritten Tag habe ich nur umgerührt, dann aber das Ganze für ein paar Stunden in den Ofen gestellt. Da ich gerade Süßkartoffeln gebacken hatte, habe ich keinen extra Strom verbraucht. Ihr müsst den Ofen auf “Körpertemperatur” abkühlen lassen, sondern sterben die Bakterien und Hefen ab. Was auch gut funktioniert, ist das Ganze auf die Heizung zu stellen. Verbraucht keinen extra Strom und ist ebenfalls kuschlig warm.

So, nach dem dritten 24-Stunden-Turnus ist der Sauerteig soweit einsatzbereit. Jetzt könnt ihr, wie bei jedem normalen Sauerteigbrot verfahren, d.h. 1 Kilo Mehl dazu, 12-24 Stunden gehen lassen, nochmal 500g Mehl dazu, etwas Sauerteig für später abnehmen und Gewürze und Körner hinzufügen.

Meine ersten Brote habe ich aus einer Mischung aus allem gemacht, was ich so da hatte. Wenn ich das nächste Mal backe, schreibe ich alles mit.

Das erste Kilo Mehl bestand aus Buchweizen und Reismehl, sowie ein paar Leinsamen, geschrotet, dazu 2 EL Reissirup, beim zweiten Schub Mehl kam noch Kastanienmehl und Buchweizen hinzu, sowie Brotgewürz, Salz, Mohn und Chiasamen. Gebacken wurde bei 160 Grad Umluft für etwa 80 Minuten.

 

Author Ruth Moschner

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