Fermentiertes Gemüse – Milchsäuregärung für Anfänger

Milchsauervergorenes selbstmachen

Sicher habt ihr schon mal Salzgurken gegessen, oder? Die Herstellung ist kinderleicht und noch dazu mega gesund! 

Geeignet für die sogenannte Milchsäure-Gärung ist jedes Gemüse, außer Tomaten. Ich habe das Ganze bereits mit Brokkoli (den seht ihr auf dem Foto), rote Bete, Ingwer und Gurken ausprobiert. Das Tolle daran: habt ihr erst einmal die Bakterienstämme zum wachsen gebracht, könnt ihr sie zum Beispiel zur Herstellung von veganem Käse oder Joghurt verwenden, wie ich es bei meinem Macadamia-Frischkäse gemacht habt. Milchsäure-Bakterien haben übrigens nichts mit Milch zu tun. Sie leben auf jedem Gemüse oder Obst und entfalten sich bei Wärme und dem entsprechenden Futter.

Gebt dafür einfach euer kleingeschnittenes Gemüse (wer mag, gibt noch Kräuter, Knoblauch oder andere Gemüsesorten dazu) in ein verschließbares Glas und füllt es mit Salzwasser auf. Für 250ml Wasser benötigt ihr etwas mehr als einen halben Teelöffel Steinsalz. Damit bedeckt ihr das Gemüse vollständig. Ich gebe dann noch ein paar Spritzer Zitronensaft dazu, um unnötige Keime zu vermeiden. Wir wollen ja nur, dass die Guten sich vermehren und keinen Schimmel im Glas. Stellt nun das Glas an einen warmen Ort und schraubt es nicht ganz zu, dass die Bakteriengase entweichen können. Ja, die kleinen Dinger “pupsen” tatsächlich. Das könnt ihr spätestens nach 24 Stunden am leichten Sprudeln sehen. Ich lasse mein Gemüse mindestens drei Tage vor sich hinarbeiten. Am besten probiert ihr selbst ein kleines Stückchen davon und entscheidet selbst, ob ihr zufrieden seid. Das Wasser nach Abschluß der Gärung und Verzehr des Gemüses bitte nicht wegschütten. damit kann man prima veganen Käse oder Joghurt herstellen. Ein Rezept findet ihr im vorangegangenen Post. Viel Spaß beim Ausprobieren! Es schmeckt nicht nur köstlich, sondern ist auch wahnsinnig gut für die Verdauung. Bereits im alten Ägypten hat man durch Fermentation Getreide bekömmlicher und haltbarer gemacht. Und unsere Großmütter haben so die Familie vitaminreich über den Winter gebracht, als es noch keine mit dem Flugzeug importierte Ware im Supermarkt gab.

Author Ruth Moschner

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