Ich detoxe – aber nehme nicht ab – mögliche Gründe

By 10. Mai 2019Einfach gut
Foto Schokodiät Manfred Baumann

Klar geht es beim Detoxen nicht vorrangig ums Abnehmen. Aber natürlich möchte man eine Verbesserung erfahren. Gerade wir Frauen durchlaufen alleine während unserer Zyklusphase so einige Ebbe und Flutzeiten. Solltet ihr zu starkem PMS mit Wassereinlagerungen neigen, empfehle ich, mit dem Detoxen stets in der “besseren” Zyklusphase zu beginnen. bei den meisten ist das die erste Hälfte, ein paar Tage nach Einsetzen der Regel, d.h. VOR dem Eisprung. 

Viele bemerken ihre eigenen Fortschritte gar nicht, weil sie sich natürlich sehr schnell an den neuen Zustand gewöhnen. Eine Bestandsaufnahme vorher hilft, zwischendurch und am Ende einen Vergleich zu haben. Im Buch gibt es eine entsprechende Tabelle, die mögliche Befindlichkeiten auflistet. Fotos sind immer prima und zeigen ebenfalls, was sich getan hat. Das ist prima, lässt aber natürlich auch vergessen, wie der Zustand vor dem Entgiften tatsächlich war und somit ist die Freude dann doch geschmälert.

Aber es natürlich noch viele andere Gründe, ein paar habe ich hier aufgelistet.

-Unterschätzt die Darmgesundheit nicht. Ist durch jahrelangen Konsum von Industrienahrung, emotionalem Stress, Antibiotika oder anderen Befindlichkeiten die Darmflora aus dem Gleichgewicht, kann der Darm die losgelösten “Gifte” nicht optimal entsorgen. Natürlich reicht es dann nicht aus, 3-4 Wochen basisch zu essen. Das dauert einfach länger und bedarf eventuell sogar einer Darmsanierung und Probiotikagabe, die individuell auf den einzelnen angepasst werden kann.

Mangel an B-Vitaminen und Magnesium, welches durch einen Vollbluttest gut überprüfbar ist, können ebenfalls Ursache sein, wenn man sich schwer tut, etwas loszuwerden. Auch Vitamin D Mangel kann vieles beeinflussen.

-Auch die Nebennieren spielen, neben Nieren, Leber, Darm und Lunge, eine große Rolle. Ist diese durch jahrelangen Stress ausgelaugt, gilt es diese zusätzlich zu unterstützen, damit der Blutzuckerspiegel und die Insulinausschüttung (die uns im Übermaß auch dick machen kann) wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Hormonelles Ungleichgewicht bei uns Frauen, aber auch beispielsweise “träge” Schilddrüsen, insulinresistente Zellen bei Diabetes und Co. bedürfen nochmal spezifische Maßnahmen.

-Unterschätzt die Übungen im Teil “Metaler Detox” nicht. Unser Gehirn und unser Herz haben eine Verbindung, wenn diese jedoch aufgrund angestauter Emotionen blockiert ist, können auch andere Funktionen im Körper davon blockiert werden.

Entzündungen im Körper sorgen für Schmerzen, aber auch für Wassereinlagerungen. Die Rezepte im Buch sind auch hier förderlich, aber natürlich braucht man Geduld, bis alles im Körper abheilt. Proteolytische Enyzme außerhalb der Mahlzeiten (1 Std. vor/2 Std danach) sorgen für einen schnelleren Abbau, sind aber natürlich recht hochpreisig und auch nicht immer notwendig.

-Auch moderate (!) Bewegung hilft, den Lymphfluss anzuregen und zusammen mit ausreichend Wasser alles, was nicht in den Körper gehört, herauszuspülen.

-Hört auf euren Körper. Er gibt das Tempo vor. Auch ich musste das erst lernen. Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht.

-Zu viel Fett, Zuwenig Ballaststoffe also Gemüse im Speiseplan können bei einem langsamen Stoffwechsel auch Ursache sein. Zwar sind die Fett sehr gesund, haben aber doppelt so viele Kalorien, wie die Kohlenhydrate. Wir brauchen gerade zum Entgiften Fett, da es Giftstoffe bindet, sollten es aber natürlich nicht übertreiben.

-Geht es euch prima mit dem Detoxen, könnt ihr auch von den zusätzlichen Hilfsmitteln im Buch Gebrauch machen. Ich nehme aktuell Gerstengras, und mache fast täglich Leberwickel, weil es mir gut tut. Es könnte bei anderen aber beispielsweise auch Chlorella oder Spirulina sein, oder eine Heilerde, die Bauchmassage, Saunagänge, oder oder oder…

Es gibt tatsächlich auch Menschen, die nicht entgiften können, weil ihnen diese Geninformation angeblich fehlen soll. Dies zeigt sich allerdings eher durch andauernde Entgiftungskrisen. Natürlich gibt es noch unzählige andere Gründe. Jeder tickt natürlich anders. Ich wünsche auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg.

Author Ruth Moschner

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