Linseneintopf mit Kürbis und Kartoffel – vegan

By 28. Februar 2018Herzhaft, Nimm Mittchen
LInsensuppe mit Kürbis vegan uns glutenfrei

Eintöpfe im Winter gehen doch immer. Am besten kocht man direkt eine doppelte Portion. Denn Kenner wissen: aufgewärmt schmeckt es noch besser!

Und so geht’s. 500g Linsen über Nacht in reichlich Wasser einweichen. Warum? Hülsenfrüchte, Nüsse und Getreide enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, die sie vor Fressfeinden schützen sollen. Verzehren wir derlei ungekeimt, bekommen wir zum einen Blähungen, zum anderen verhindern diese sogenannten Inhibitoren, dass bestimmte Nährstoffe nicht mehr aufgenommen werden können. Ein weiterer Vorteil vom Einweichen: die Kochzeit verringert sich.

Am nächsten Tag die Linsen gut abspülen und das Wasser absieben. Eine Schalotte schälen und in etwas Kokosöl in einem großen Topf anbraten. Sechs mittelgroße Kartoffeln schälen und vierteln und sobald die Zwiebel Röststoffe entwickelt hat, ebenfalls in den Kochtopf geben. Jetzt die Linsen und 4 EL Tomatenmark dazu und ebenfalls kurz anbraten. Mit 250ml Rotwein (wer keinen hat, kann auch drauf verzichten) ablöschen und kurz einkochen. etwa zwei bis zweieinhalb Liter Wasser aufgießen (ich koche meines bereits im Wasserkocher vorher auf) und das Ganze etwa 20-25 Minuten gar kochen. In der Zwischenzeit einen Hokkaidokürbis schälen (ja, ich weiß, man kann die Schale beim Hokkaido auch mitessen, ich habe in dem Fall drauf verzichtet), entkernen und in mundgerechte Würfel schneiden. Da die Kochzeit des Kürbisses wesentlich kürzer ist, als die der Linsen und Kartoffeln, gebe ich ihn erst zehn Minuten später dazu. Sind die Zutaten gar gekocht, mit Pfeffer, 2 EL süßem Paprikapulver, und Gemüsebrühe abschmecken. Etwas Staudensellerie dazu für den Crunch und etwa 150ml Apfelessig für die Säure, die bei Linsen meiner Meinung nach nicht fehlen darf. Noch etwas Koriandergrün oder Petersilie drübergestreut und fertig ist der Eintopf! Wie gesagt, aufgewärmt schmeckt er noch besser und einfrieren lässt er sich ebenfalls. Viel Spaß beim Nachkochen und Schlemmen.

Author Ruth Moschner

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Join the discussion 4 Comments

  • Sternie sagt:

    Hallo Ruth,

    ich liebe Eintöpfe und besonders die Kombination Linsen mit Kürbis bzw. Kartoffeln ist unschlagbar gut.
    Wenn ich aber Kartoffeln mit Tomaten zusammen koche, dann brauchen die Kartoffeln immer so lange, bis sie gar sind. Hat das mit der Säure zu tun?

    Und dann hätte ich noch eine Frage: Was hältst du von flüssigem Eiklar, das in Flaschen verkauft wird? Es gibt diese “liquid eggs” mittlerweile auch in Bio-Qualität. Da der Fettgehalt so gering ist, der Proteinanteil aber hoch ist, wird es oft in “Fitness-Rezepten” eingesetzt. Findest du, dass das eine gute Ergänzung für die Ernährung darstellt?

    Danke 🙂

    • Ach witzig, sowas ist mir bisher nie aufgefallen.Kann aber tatsächlich an der Säure liegen. Bei mir waren die Kartoffeln jedoch schön weich. Ich kenne das Phänomen nur bei Linsen und Salz. Aber wenn Du auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst Du das Tomatenmark auch zuletzt dazugeben. Zum Thema Eiklar: ich persönlich finde diese Produkte (auch wenn sie in Bioqualität angeboten werden) stehen in keinem guten Verhältnis zum Preis. Es sei denn, Du willst jetzt wirklich, aus welchem Grund auch immer, jede Menge Eiklar zu Dir nehmen, dann macht es vielleicht Sinn. Ansonsten müssen die Flaschen recht schnell aufgebraucht werden, da sie nicht so lange haltbar sind. Ich bin immer ein Freund vom Ganzen. Eier liefern nicht nur wertvolles Eiweiß, sondern zum Beispiel auch Lecithin (im Eigelb). Nicht umsonst klauen Tiere den Vögeln ihre Eier aus dem Nest, um an die wertvollen Nährstoffe ranzukommen. Grundsätzlich brauchen wir ja auch alle drei Makronährstoffe und Fett sollte man nicht verteufeln, auch wenn es die Fitnessblogger oder die Highcarbler gerne tun. Gutes fett ist für unseren Körper essentiell.

  • Sternie sagt:

    Okay, sonst habe ich manchmal die Kartoffeln separat vorgekocht. Aber die Tomaten später hinzuzugeben ist auch eine Möglichkeit.
    Das flüssige Eiklar in Flaschen brauche ich dann nicht, da ich auch gerne das komplette Ei esse. Ansonsten bieten sich noch viele andere Alternativen, um seinen Proteinbedarf zu decken – hier auf dem Blog sind ja tolle Rezepte.

    Apropos sekundäre Pflanzenstoffe: Quinoa, Buchweizen oder Amaranth, die später zu Mehl verarbeitet werden, sind sicherlich nicht vorgewaschen. Ist das Mehl dann schlechter verträglich? Wenn ich das Mehl selber herstelle, ist das ja eine Sisyphusarbeit, die Körnchen zu trocknen. Besonders beim Amaranth stelle ich mir das sehr unpraktisch vor.

  • Es gibt inzwischen viele Produkte, die angekeimt und pulverisiert sind. Mir sind sie meist zu teuer. Daher lasse ich zum Beispiel für meine Buchweizen-Pancakes den Buchweizen vorher über Nacht einweichen und gebe dann alles in den Mixer. Das funktioniert mit Quinoa auch prima. Man muss halt nur aufpassen, dass man etwas weniger Flüssigkeit nimmt, manchmal braucht man gar nichts extra, weil die Samen ja schon wesentlich weicher sind. Mit Amaranth habe ich es bisher noch nicht ausprobiert, den vertrage ich leider auch angekeimt nicht so gut.

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