Vegan ist teuer?

By 21. Januar 2019Einfach gut
Bernd Jaworek Smoothie Ruth Moschner

Gerade habe ich mir einen Bericht angesehen, in dem die Kosten für Fleischkonsum und die für die vegane Lebensweise verglichen wurden. Vorab möchte ich, wie immer, dazu sagen, ich selbst lebe nicht vegan. Wenn man mich einer Gruppe zuordnen wollte, dann wäre das

die “ich versuche zu essen, was mir gut tut”-Gruppe und natürlich bin ich keine Heilige. Ich freue mich immer über informative Berichte, in denen es um Ernährung geht. Das Thema ist so individuell, wie die Menschheit auch. Es gibt hier keine Pauschale. Was mir allerdings wirklich mißfallen hat, ist, dass in dem Bericht zu Beginn die Preise für Fleisch und andere tierische Produkte wie Milch aus dem Supermarkt mit veganen Ersatzprodukten für tierische Produkte verglichen wurden. Dabei hat die vegane Lebensweise natürlich schlechter abgeschnitten. Dazu muss man sich bewußt machen, dass Massentierhaltung ein großer Skandal ist. Mal abgesehen von der Ökobilanz, die Tiere werden bis auf’s Blut gequält. Wer derartige Berichte noch nie gesehen hat, kann es sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, dass Menschen zu so etwas fähig sind. Dazu kommt, dass die Lebewesen nicht nur Medikamente verabreicht bekommen, sondern auch Futter, welches nicht artgerecht ist. Übrigens wird beispielsweise Rindern zudem oftmals künstliches B12 hinzugefügt, eines DER Argumente gegen eine vegane Ernährung. Nicht nur die Fleischindustrie, auch die Milchindustrie bedient sich brutaler Methoden, um noch mehr Ertrag zu erhalten. Ich denke auch, dass es hier nicht die Aufgabe des Konsumenten ist, zu differenzieren, sondern die unserer Bundesregierung, endlich diese Art von Tierquälerei zu stoppen. Per Gesetz. Wer seine tierischen Produkte beim Bioladen kauft und somit nachhaltige Landwirtschaft unterstützt, weiß, dass man hier wesentlich mehr bezahlt. Diese Philosophie erinnert mich ein wenig an Omas Zeiten, in denen es einmal die Woche den sogenannten Sonntagsbraten gab. Den Rest der Woche hat man sich vegetarisch oder vegan ernährt, ohne es groß zu thematisieren. Heute greift man also dann zu Ersatzprodukten, um trotz Verzicht auf nichts zu verzichten. Komisch, oder? Insbesondere, wenn man weiß, dass vegetarische Ersatzprodukte oft nicht viel mit Tierschutz zu tun haben und vegane Ersatzprodukte durchaus nicht immer gesund sein müssen. Dabei gäbe es doch soviele vollwertige Mahlzeiten aus echten Lebensmitteln, die satt machen und nicht viel kosten. Hätte man also jetzt ein Bioweiderinder-Steak mit einem Gericht aus Kichererbsen, Gemüse und Reis verglichen, hätte das vegane Gericht reislich, pardon, preislich definitiv besser abgeschnitten. Wie gesagt, ich bin keine Freundin von strikten Einschränkungen, was die Ernährung angeht. Aber eine bessere, ehrlichere Aufklärung wäre schon toll. Was meint ihr dazu? Achtet ihr darauf, wo eure Lebensmittel herkommen? Wie ernährt ihr euch? #vegan #vegetarisch #fleischfresser

Author Ruth Moschner

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